Nachhaltigkeit

Aus dem Lexikon der Nachhaltigkeit mit freundlicher Genehmigung der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Ohne Frage ist heute ein gesunder und nachhaltiger Lebensstil immer mehr von Bedeutung. Den Menschen wird es immer wichtiger zu wissen woher die gekauften Produkte stammen – nicht nur bei Lebensmitteln.

Unser besonders Augenmerk liegt hauptsächlich auf Nachhaltigkeit, ökologischer und verantwortungsbewusster Produktion.

Folgende Kriterien tragen in unseren Augen maßgeblich dazu bei, eine bessere Zukunft zu gestalten. Dabei ist uns bewusst, dass nicht jedes Produkt alle Kriterien erfüllen kann; ausschlaggebend ist vielmehr, ob dies in der Natur der Sache liegt oder ob das Ausschlusskriterium lediglich wirtschaftlichen Dogmen unterliegt.

dogoodee hat den Anspruch der Online-Marktplatz zu sein, für alle, die mit Leidenschaft und Ausdauer das Ziel verfolgen ein ökologisches, verantwortungsbewusstes Konsumieren zu etablieren.

Biologische Erzeugung

Wir setzen biologische Erzeugung gleich mit ökologischer Landwirtschaft, biologischer Landwirtschaft, organischer Landwirtschaft, Ökolandbau oder alternativer Landwirtschaft. Die Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen basiert auf der Grundlage einer umweltschonenden Produktion beziehungsweise einer artgerechte Haltung von Tieren. Hierbei wird weitgehend auf den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger oder Wachstumsbeschleuniger und anderen, nicht notwendigen medizinischen Substanzen verzichtet. Den Erzeugnissen dürfen vor dem Verkauf als Bio-Lebensmittel keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, künstliche Farb- oder künstliche Konservierungsstoffe zugefügt werden. Auf Grund immer knapper werdenden Ressourcen, die einer wachsenden Weltbevölkerung zur Verfügung stehen ist für uns ein nachhaltiges Wirtschaften von großer Bedeutung.

CO2 sparend

CO2 ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus und ein natürlicher Bestandteil der Luft.

Der in der Erdatmosphäre natürliche vorkommende Anteil dieses Treibhausgases ist jedoch durch menschliche Aktivitäten, allen voran die Verbrennung fossiler Energieträger, von ca. 280 parts per million (ppm, Teile pro Million) zu Beginn der Industrialisierung auf ca. 400 ppm im Jahr 2015 angestiegen, Tendenz weiter steigend. Dieser Anstieg bewirkt eine Verstärkung des Treibhauseffektes der ursächlich für die globale Erwärmung ist.

Die hier angebotenen Produkte sind durch besondere Vorkehrungen oder durch alternative Produktionsmethoden CO2 sparend erzeugt worden.

Ressourcen schonend

Natürliche Ressourcen wie Bodenschätze, der Boden selbst, Wasser und Luft sind nicht nur Basis unseres täglichen Lebensbedarfs sondern auch unseres Wohlstands. Die Nutzung dieser natürlichen Ressourcen und folglich auch die Konkurrenz um knapper werdende Ressourcen nehmen weltweit stetig zu. Die Industrieländer -allen voran- sind hierfür durch ein nicht nachhaltiges Wirtschaftssystem, und dem rücksichtslosen Drang nach Wohlstand verantwortlich und neuerdings auch die rasante Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer. Daraus resultiert eine Zunahme globaler Umweltprobleme wie Klimawandel, Bodendegradation oder der Verlust an biologischer Vielfalt. Bei einer zu erwartenden Weltbevölkerung von rd. 9 Milliarden Menschen führen die aktuellen Produktions- und Konsummuster der industrialisierten Welt dazu, dass die natürlichen Grenzen weit überschritten werden.

Die Abhängigkeit von Rohstoffimporten führt letztlich zur Verlagerung der Auswirkung für die Umwelt in die Zulieferländer. Die Reduzierung der Ressourceninanspruchnahme und der damit verbundenen Umweltwirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist somit eine globale Aufgabe.

Ressourcenschonung folgt dem Leitbild einer in natürliche Stoffkreisläufe eingebetteten Wirtschaft mit minimalem Ressourcenverbrauch, deren Entwicklung weder zu Lasten anderer Regionen noch künftiger Generationen geht. Sie lässt sich daher nur ganzheitlich aus einer Lebenszyklusperspektive heraus gestalten: von der Rohstoffgewinnung über Verarbeitung, Gestaltung der Produkte, Handel und Konsum bis zur Wiederverwendung oder Entsorgung. 

fair & sozial

„Helfen durch Handel“ ist das Prinzip des Fairen Handels. Ziel ist die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu verbessern. Gerechte Handelsbeziehungen, die auf Dialog, Respekt und Transparenz beruhen, führen zu verlässlichen Preisen. Dies ermöglicht den Arbeitern ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern. Durch eine faire Bezahlung, langfristige Lieferverträge und die Einhaltung sozialer Arbeitsstandards wird der Grundstein gelegt, die Binnenwirtschaft der Erzeugerländer zu stärken und die Strukturen der Weltwirtschaft gerechter zu gestalten.

cradle to cradle

cradle to cradle (bedeutet: von der Wiege zur Wiege) ist eine Konzept, das auf öko-effektiven Produkten basiert, die Teil eines nachhaltigen Kreislaufsystems sind. Nach dem deutschen Verfahrenstechniker und Professor für Chemie Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekt William McDonough sind dies Produkte, die entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden können oder als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden. Es ist die Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der  keine gesundheits- und umweltschädlichen Materialien mehr verwendet werden. Das Konzept ist aber nicht nur eine Ökovision, vielmehr wird eine gesunde Umwelt als Basis für soziale Gerechtigkeit angesehen.

Im Moment lebt der Mensch vielmehr nach der Devise „cradle to grave“ (also: von der Wiege bis zum Grab – oder besser: nach mir die Sintflut) und erzeugt dabei Unmengen an Abfällen, Giften und sonstigen Umweltverschmutzungen.

Hier noch ein kleines Video welches cradel2cradel veranschaulicht.

langlebig

auch langlebige Produkte tragen einen Teil zur Schonung der Ressourcen bei. Langlebigkeit sollte sich jedoch nicht ausschließlich über die Robustheit der verwendeten Materialien definieren, sondern auch über die Reparaturfreundlichkeit des Produkts. Ein angenehmer Nebeneffekt ist  auch die höhere Qualität des Produkts.

recycelbar / recycelt

Viele Produkte sind wegen ihrer Inhaltsstoffe nach ihrer Verwendung problematisch. Die Folgen einer nicht sachgerechten Entsorgung bzw. Deponierung sind nicht nur Umweltprobleme sondern oftmals auch gesundheitliche Konsequenzen. In den meisten Gebrauchsgütern sind wertvolle Rohstoffe, die hierzulande oft ungenutzt in Müllverbrennungsanlagen oder auf Deponien landen, während sie zeitgleich unter haarsträubenden Bedingungen in Entwicklungsländern herausgelöst werden. Unternehmen müssen sich damit befassen, wie ihre Produkte zurück genommen werden können und die Materialien entweder sicher entsorgt oder wieder in industrielle Produktionsprozesse oder natürlichen Kreisläufe eingebracht werden können. Beim Produktdesign wird die Grundlage dafür gelegt, ob ein Produkt zurück genommen oder wiederverwertet werden kann; auch Runderneuerung, Recycling und nicht zuletzt „Upcycling“, also, ob sich das Produkt später zu etwas höherwertigem verarbeiten lässt, sind Aspekte die im Designprozess Berücksichtigung finden müssen.

schadstoffreduzierte Herstellung

Schadstoffreduzierte Herstellung bezieht sich auf alle Produkte, bei deren Herstellung schadstoffarme oder schadstofffreie Materialien verwendet werden.

Gerade für Allergiker oder bei Produkten für Kinder ist es unerlässlich zu wissen, welche Produkte schadstofffrei sind. Bei Textilprodukten beispielsweise, welche direkten Hautkontakt haben, kann eine transparente Darstellung der verwendeten Stoffe die Kaufentscheidung erheblich beeinflussen.

Auch für Holzprodukte ist auf ein schadstoffarmes oder schadstofffreies Herstellungsverfahren, zum Beispiel die Verwendung von Lacken auf Wasserbasis oder biologischen Ölen und Wachsen zu achten.

Ebenso sollte bei Kosmetika oder anderen Hygieneprodukten eine schadstoffreduzierte Herstellung oder Minimierung von Allergenen berücksichtigt werden.

Die oben stehenden Texte sind mit freundlicher Genehmigung weitestgehend dem Lexikon der Nachhaltigkeit entnommen.

Vielen Dank an die IHK Nürnberg für Mittelfranken und die Aachener Stiftung Kathy Beys.